Der ContentDay in Salzburg – vier Zitate, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen

Von Katharina Ratzberger, Text (Bildungskarenz)
20. April 2016

Der ContentDay in Salzburg – vier Zitate, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen

Manchmal hört man einen Satz, der einen nicht loslässt und sich im Kopf quasi einnistet. Dieser eine Satz regt zum Nachdenken an. Nach der Teilnahme an zahlreichen Vorträgen beim ContentDay in Salzburg haben insgesamt vier Sätze meinen Kopf nicht mehr verlassen, sind mit mir zurück nach Linz gefahren und haben mich dazu veranlasst, diesen Blogbeitrag zu schreiben.

1. Klaus Eck in der Keynote „Content-Werbung funktioniert nicht“

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Kann man Klaus Eck hier Recht geben? Für ihn ist die Sache klar: Social Media ist ein Skill, den jeder beherrschen sollte. Ein Social Media Manager ist für ihn daher etwa so wichtig wie ein PowerPoint Manager. Die Social Media-Verantwortung sollte seiner Meinung nach in allen Abteilungen eines Unternehmens liegen, um gut zu funktionieren. Da gebe ich ihm vollkommen Recht. Aber die Social Media Manager da draußen zu verunglimpfen, finde ich zu kurz gedacht. Es gibt ja auch PR-Manager und sollte nicht jeder Mitarbeiter eines Unternehmens dieses nach außen hin repräsentieren? Für mich ist ein Social Media Manager daher – wie der PR-Manager auch – eine Schnittstelle nach außen. Der Content sollte von allen Abteilungen kommen, die Distribution des Inhaltes in den einzelnen Kanälen bedarf aber trotzdem eines Experten.

2. Daniel Rehn in „Social Media, quo vadis? Ein Ausblick auf die Entwicklung des Social Web“

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In den letzten 10 Jahren hat sich in der Online-Welt einiges getan: Die Internetverbindungen wurden schneller, die Datenmengen größer und so einige Social Networks wurden geboren, sind gestorben oder wurden in andere integriert. Und trotz dieser herausragenden technischen Entwicklungen in den letzten Jahren wird der Fortschritt in Web und Technik nie wieder so langsam voranschreiten wie jetzt. Da gebe ich Daniel Rehn vollkommen Recht. Die Technik entwickelt sich täglich weiter und so mancher beginnt schon jetzt, nicht mehr mit dem Fortschritt mithalten zu können – das hat man auch am ContentDay gemerkt: Die Angst vor Snapchat und den auf uns wartenden Tasks stand so einigen Zuhörern ins Gesicht geschrieben.

3. Karim-Patrick Bannour in „Mobile Messenger und Livestream – Wie man Mobile Messenger und Applikationen wie WhatsApp, Snapchat, Periscope, Vine und Co. als Unternehmen nutzen kann“

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Man kann Karim-Patrick Bannours Aussage nur unterschreiben, denn ob man will oder nicht: Chatbots im Facebook Messenger werden Apps verdrängen! Und das ist gar nicht so schlimm wie man vielleicht denkt, denn wer kennt das nicht: Egal ob Taxi-App oder die App eines Lieferdienstes – schon jetzt tut man so einiges, um nicht direkt mit einem anderen Menschen kommunizieren zu müssen. Früher hat man einfach angerufen, jetzt benutzt man passende Apps und schon bald werden Chatbots diese Funktion übernehmen. Ob man nun Kinotickets kaufen will oder passende Schuhe zu einer Hose sucht, die Kommunikation mit einem intelligenten System wird hierbei bald an der Tagesordnung stehen.

4. Marion Vicenta Payr in „Instagram, das Power-Netzwerk für Content-Marketing“

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Manchmal müssen wir Maketer uns an der Nase nehmen – das war die Quintessenz von Marion Vicenta Payrs Vortrag. In Österreich hat man nicht so oft die Möglichkeit, die Welt des Marketings aus der Sicht eines erfolgreichen Instagramers zu sehen. Umso spannender war daher der Beitrag der als Lady Venom bekannten österreichischen Instagramerin. Für sie war es wichtig, uns Marketingmenschen mit Kampagnenideen eines mitzugeben: Egal wie gut eine Instagram-Kampagne ist, wer vergisst die dadurch gewonnen Fans eines Accounts auch nach Ablauf der Aktion mit passenden Inhalten zu bespielen, für den war die ganze Arbeit eigentlich umsonst. Gut gesagt, Lady Venom!